Neu im Kino: Die dunkle Seite des Mondes

Seit dieser Woche neu im Kino angelaufen: „Die dunkle Seite des Mondes“ mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle:

Worum geht es in der Bestseller-Verfilmung nach dem Roman von Martin Suter? Die Seite des Diogenes Verlags gibt Auskunft:

Starwirtschaftsanwalt Urs Blank, fünfundvierzig, Fachmann für Fusionsverhandlungen, hat seine Gefühle im Griff. Doch dann gerät sein Leben aus den Fugen. Ein Trip mit halluzinogenen Pilzen führt zu einer gefährlichen Persönlichkeitsveränderung, aus der ihn niemand zurückzuholen vermag. Blank flieht in den Wald und lernt dort zu überleben. Bis er endlich begreift: Es gibt nur einen Weg, um sich aus diesem Alptraum zu befreien.

978-3-257-60044-5
Foto: Diogenes Verlag

Suters Vorlage ist nicht nicht mehr ganz taufrisch, ist sie bereits im Jahr 2001 erschienen. Wie auf der Rezensionsseite Perlentaucher zu lesen, waren sich die Kritiker nicht ganz einig, was sie vom zweiten Roman des ehemaligen schweizer Bankers zu halten haben. Rainer Moritz bemängelte die Männerfiguren in seiner Besprechung der NZZ als zu klischeehaft, während seinerzeit die FAZ zu einem ganz anderen Ergebnis kam. Der Roman sei eine „eine gründlich recherchierte, präzise, elegant und humorvoll geschriebene Geschichte, realistisch und phantastisch zugleich“. Wer sich als Leser auf die dunkle Seite des Mondes ziehen lasse, werde das Buch bis zu seinem stimmigen Finale nicht mehr aus Hand legen wollen.

Eine gute Übersicht über Lesermeinungen gibt es auf der Krimi-Couch.

Martin Suters zweiter Roman ist bei Diogenes als Taschenbuch, Ebook und Hörbuch (gelesen von Gert Heidenreich) erhältich.

Zum Film: Für die Rolle des Urs Blank konnte Moritz Bleibtreu gewonnen werden, der Interview mit Focus betonte, dass ihn die Ambivalenz der beiden Seiten seines Charakters besonders gereizt habe. In der deutsch-luxemburgischen Co-Produktion spielt Jürgen Prochnow Blanks skrupellosen Mandanten Pius Ott, Regie führte Stephan Rick.

Beste Suter-Verfilmung aller Zeiten?

Spiegel Online hielt der Adaption zu Gute, dass die teilweisen grellgezeichneten Charaktere wohltuend entschärfe. Allerdings würde sie sich mehr der Thriller-Seite aus der Vorlage verschreiben, so dass schließlich mehr Fragen offen blieben. Die Süddeutsche Zeitung lobte die darstellerische Gestaltung, der die Erzählung indes kaum nachkomme. Die Welt hob gar zu „besten Suter-Verfilmung aller Zeiten“ an.

Der Autor selbst scheint die Verfilmung seines Romans zu mögen, wie er in einem Interview mit Web.de äußerte:

Ich gebe aber zu, dass ein paar Verfilmungen etwas verunglückt sind. Das trifft auf „Die dunkle Seite des Mondes“ aber gar nicht zu – mit dem bin ich sehr zufrieden.

Mehr zu der Verfilmung kann auf der offiziellen Filmseite sowie auf Alamode Film nachgelesen werden.

 

 

 

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