The Handmaid’s Tale – Teaser Trailer

Das US-amerikanische Videoportal Hulu hat den ersten Trailer seiner Adapation von „The Handmaid’s Tale“ veröffentlicht:

Laut IMDB hat die zehnteilige Serie eine hochkarätige Besetzung an Bord: neben Elisabeth Moss sind ab Mitte April 2017 Joseph Fiennes, O.T. Fagbenle, Max Minghella, Jordana Blake sowie Alexis Bledel zu sehen.

Worum geht es bei der Verfilmung von Margaret Atwoods „Der Report der Magd“? Präzise bringt es die Spiegel-Rezension auf den Punkt, als der Roman 1987 in deutscher Übersetzung erschienen:

„Mitten in den USA, irgendwann in gar nicht so ferner Zukunft: Religiöse Fundamentalisten haben den Präsidenten erschossen, den Kongreß liquidiert und ein totalitäres Regime errichtet. Es will der permissiven Amüsiergesellschaft vom Ende des 20. Jahrhunderts den Garaus machen und gibt sich einen biblischen Namen: „Republik Gilead“.“

Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, die Spiegel-Kritik und die Besprechung der Zeit sollten für mehr Einblick genügen. Noch ausführlicher ist wie stets der Wikipedia-Eintrag.

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© Penguin Random House Canada

Empfehlenswert ist ein Artikel im Guardian, in dem die Autorin selbst knapp 30 Jahre nach Erscheinen ihres für den Booker Prize nominierten Romans auf Entstehungsgeschichte und politischen Hintergrund zurückblickt.

In einem noch ausführlicheren Text der New York Times geht Joyce Carol Oates auf das schristellerische Oevre der Kanadierin Atwood ein und weist in dem umfangreichen „Magd“-Absatz auf die Anhänge des Buch hin, die für sie „einen scharfsinnigen, provokativen Sozial-Kommentar“ machen.

Auf der kanadischen Verlagsseite von Penguin stellt E. L. Doctorow das Buch seiner Schriftsteller-Kollegin in eine Linie mit George Orwells „1984“:

„This visionary novel, in which God and Government are joined, and America is run as a Puritanical Theocracy, can be read as a companion volume to Orwell’s 1984–its verso, in fact. It gives you the same degree of chill, even as it suggests the varieties of tyrannical experience; it evokes the same kind of horror even as its mordant wit makes you smile.“

Der Roman wurde bereits fünf Jahre nach Erscheinen von Volker Schlöndorff nach einen Drehbuch Harold Pinters als „Die Geschichte der Dienerin“ verfilmt. Der Regisseuer selbst war laut der Internetseite Der Humanist nicht besonders glücklich mit seinem Werk:

„Ich schob diese Auftragsarbeit ein, um Geld zu verdienen. Keine sehr gute Idee, wie sich herausstellte, denn diese GESCHICHTE DER DIENERIN lag mir nicht, trotz Pinter und Duvall.“

Das US-Politik-Magazin The Atlantic kam 2015 nochmals sehr ausführlich auf die zwiegespalten aufgenommene Verfilmung zurück. Die schwierige Entstehung und Rezeption des Films in den USA werden angesprochen, ebenso seine mangelnde politische Strahlkraft angesichts der politischen Entwicklung in den Staaten. Womöglich, so die These, sei das Buch (und die nicht ganz geglückte Verfilmung) immer noch zu radikal für das Land.

Hier der Trailer:

Hierzulande wird „Der Report der Magd“ wieder ab Anfang April im Piper Verlag als Taschenbuch und E-Book erhältlich sein.

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©Piper Verlag

 

 

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2 Kommentare zu „The Handmaid’s Tale – Teaser Trailer

  1. Ich mag Atwoods Romane sehr und erinnere mich noch gut an meine Hausarbeit über Oryx and Crake im Seminar „dystopian novels of the 20th century“. Von der Serie hatte ich bisher noch nichts gehört. Obwohl ich ein Serienmuffel bin, werde ich mir das mal merken!

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