Mindhunter

Am vergangenen Wochenende habe ich die neue Netflix-Serie „Mindhunter“ komplett durchgesehen. Auch wenn die Zusammenfassung der von David Fincher produzierten und für vier folgenden inszenierten Serie halbherzig und dröge klingt, genau darum geht es:

Ende der 70er revolutionierten zwei FBI-Agenten durch eine Analyse der mörderischen Psyche menschlicher Monster die Kriminalwissenschaft.

Wer noch nichts über „Mindhunter“ vorher gelesen oder gehört hat, hier zwei englische Trailer:

Beste Serie des Jahres

Die deutsche Vorschau ist vernachässigbar, da die Synchronstimmen nicht mit der endgültigen, gezeigten Fassung übereinstimmen. Wer zum realen Hintergrund wissen will, sollte sich besonders den englischen Wikipedia-Einträge über den ehemaligen FBI-Agenten John Douglas durchlesen, auf dessen Erfahrung und Lebenswerk die Serie fußt.

Er war einer der maßgeblichen Verfasser des Crime Classification Manuals, das Standardwerk der noch heute gültigen Profiling-Praxis. Hier in Deutschland sind seine Bücher vergriffen. Zu „Die Seele des Mörders“, das im Original den Serientitel und -inhalt vorgibt, hat der Blog Zwischenwort einen lesenswerten Eintrag erstellt.

Auf Inhalt und Kritik zur ersten „Mindhunter“-Staffel verzichte ich an dieser Stelle und möchte einzig auf drei große Stärken hinweisen: Charakterentwicklung, Kameraarbeit und Produktionsdesign. Insbesondere der fast vollkommene Verzicht jedweder drastischer Darstellungen des Todesopfer (im Gegensatz zu „Hannibal“) sei hier lobend erwähnt, denn: darum geht der zehnteiligen Serie nicht. Ich verweise auf die Besprechungen der FAZ und Deutschlandfunk. DF-Redakteur Julian Ignatowitsch kommt zum Ergebnis:

Und nicht weniger ist „Mindhunter“: Die bis dato beste Neuerscheinung 2017!

Ich stimme seinem Urteil zu.

 

Perfekter Einsatz von Spezialeffekten und Musik

In dem Zusammenhang sei nicht vergessen, dass unter David Fincher Spezialeffekte besonders subtil und filmunterstützend eingesetzt werden, wie bei etwa bei „Zodiac“ (hier geht es zum YouTube-Video). Das gleiche gilt für seine neue Serie, wie das Vimeo-Video von Artemplehollywood beweist:

Mindhunter VFX Breakdown – Artemple from artemplehollywood on Vimeo.

Schlussendlich möchte ich auf die gelungene, hypnotisierende Titelmusik von Jason Hill aufmerksam machen, die bei Milan Records veröffentlicht wurde:

 

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